Baustart für das Haus der Physik in Innsbruck
Das Haus der Physik entsteht am Campus Technikerstraße der Universität Innsbruck und soll mit Wintersemester 2028 in Betrieb gehen. Gemeinsam mit Wissenschaftsministerin Eva-Maria Holzleitner fand heute der symbolische Spatenstich mit Geschäftsführerin der BIG Christine Dornaus, Rektorin der Universität Innsbruck Veronika Sexl, Landeshauptmann von Tirol Anton Mattle und Bürgermeister von Innsbruck Johannes Anzengruber zum Baubeginn statt. Das neue und moderne Zentrum der Naturwissenschaften bietet genügend Platz für die Wissenschaft und Forschung an einem Ort.
Konzipiert ist das Haus der Physik für rund 850 Studierende und 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Uni Innsbruck. Die Bundesimmobiliengesellschaft investiert rund 230 Millionen Euro in den Neubau, das Land Tirol beteiligt sich mit 3 Millionen Euro. Geplant wurde der Neubau vom Architekturbüro Mohr-Niklas Architekten.
Geringer Energieverbrauch - Wärmerückgewinnung durch die Laborwärme
Möglichst wenig Flächenverbrauch wird durch eine kompakte Bauweise erreicht, Photovoltaik-Anlagen auf dem Dach und eine Wärmerückgewinnung durch die Laborabwärme für die Raumheizung sorgen für einen geringen Energieverbrauch. Zur Versorgung des Gebäudes wird zur Heizung und Kühlung als erneuerbare Primärenergiequelle Grundwasser genutzt, sowie ein Flächenkollektor unterhalb des Gebäudes herangezogen. Eine umfassende Geothermienutzung mit rund 350 Stück und 150m tiefen Bohrungen wird auch noch eingeplant. Angestrebt ist eine Zertifizierung mit klimaaktiv Gold, dem höchsten Gebäudestandard für nachhaltiges Bauen.
Büros und Laborflächen verteilt auf vier Ebenen
Die speziell in Quantenphysik, Ionenphysik und Astrophysik international erfolgreichen und damit stetig wachsenden Physikinstitute der Universität Innsbruck sind aktuell am Campus verteilt und brauchen dringend mehr Platz.
Auf rund 28.000 m² sind ein lichtdurchfluteter Eingangsbereich, ein zweistöckiger Hörsaal für 300 Personen, Seminar- und Praktikumsräume, Büros und Laborflächen vorgesehen. Die Labore nehmen die größte Fläche im Haus der Physik ein. Sie verteilen sich auf vier Ebenen, im Untergeschoss und im Erdgeschoss finden die schwingungsempfindlichen Versuche statt. Die weiteren Labore befinden sich im ersten und zweiten Obergeschoß, diese sind für weniger empfindliche Experimente vorgesehen. Im dritten Obergeschoß befinden sich die Büros für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Zwei Innenhöfe sorgen für natürliches Licht, teilweise bis ins Untergeschoss. Das „Grüne Auditorium“ in Form des Campus Hain vor dem Haus der Physik schafft konsumfreie Bereiche im Schatten, die in Pausen, der Freizeit und zum Studieren genutzt werden können und zur Interaktion einladen.